Am Romantischen Rhein wird der Welterbetag gefeiert

Der bundesweite UNESCO-Welterbetag wird  auch am Mittelrhein mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert. Unter dem Motto „Auf Spurensuche im UNESCO-Welterbe” findet am Sonntag, 5. Juni, der Unesco-Welterbetag statt. Ein Blick in den umfangreichen Veranstaltungskalender lohnt sich. In zahlreichen Orten entlang des Limes und des Welterbes Oberes Mittelrheintal waren die Verantwortlichen kreativ und haben sich besondere Einblicke und Ausblicke einfallen lassen.

Kulinarische Genüsse kredenzen die Welterbe-Gastgeber mit ganzen Menüs oder Welterbe-Riesling-Sahnetorte. Auch zur Weinprobe wird eingeladen. Musikalische Angebote reichen von Konzerten bis zur musikalischen Standup Comedy. Zahlreiche Welterbe-Gärten und Privatgärten laden zur Besichtigung und bieten spezielle Führungen an. Der Park und die Gärten von Schloss Stolzenfels oder der Hildegarten in Bingen werden ebenfalls mit einer speziellen Führung erläutert. Das Loreley-Besucherzentrum lädt zum Tag der offenen Tür. Und zur „Welterbeschifffahrt“ auf dem romantischen Rhein lädt die KD ein. Stadtführungen in den einzelnen Orten gehören ebenso zum Programm wie Gästeführungen der Welterbe-Gästeführer. Für Kinder und junggebliebene ist die geführte Tour mit Exmoor-Pony und Buren-Ziege in Oberdiebach zu empfehlen. Rüdesheim lädt indes zum Kulturspaziergang „Auf den Spuren berühmter Dichter und Denker“ ein. Unter dem Motto „Märchen und Sagen im Mittelrheintal“ feiert Boppard den Kinder-Welterbetag mit Aufführungen, Bastelaktionen, Kinderolympiade und vielem mehr. Mit Zöllnern, Musikanten, Gauklern und Burgmägden wird ein Erlebnistag auf Burg Pfalzgrafenstein angeboten und Oberwesel lädt zum Stadtmauerfest mit einem bunten Programm.

Diesen Ausblick aufs romantische Rheintal gibt es nur von der Marksburg                                                                                                                                                                                    © Luca Lamonte-Austin

„Aktiv am Beginn des Limes“ heißt es zum Welterbetag in der Römerwelt Rheinbrohl des Unesco-Welterbe Obergermanisch-rätischer Limes. Dann heißt es Pilum werfen, sich im Steinmetzen üben und den römischen Kran “Polyspastos” in Aktion zu sehen. Bei einer begleiteten Kräuterwanderung rund um die RömerWelt begibt sich Kräuterpädagogin Katja Vogel mit den Besuchern auf die Suche nach Wild- und Heilpflanzen. Zum Abschluss können die vorher entdeckten Wildkräuter verkostet werden. Zwei Workshops zum Bogenschießen informieren um 12.30 und um 15.00 Uhr über die Geschichte und Technik der Bogenschießkunst. Die Teilnehmer dürfen als Bogenschützen selbst Hand anlegen und verschiedene Ziele anvisieren. Eine Anmeldung zu diesen beiden Aktionen ist bis zum 29. Mai 2016 zwingend erforderlich: www.roemer-welt.de . Mit dem Fahrrad startet um 11.00 Uhr eine geführte Limes-Tour in Neuwied. Treffpunkt ist an der StadtGalerie in der Schlossstraße. Für die circa 5-stündige Tour ist eine Anmeldung bei der TI Neuwied erforderlich. Am Limeskastell Pohl startet zum Welterbetag eine geführte Wanderung zum Römerkastell Holzhausen. Einen musikalischen Bildvortrag bietet das Shamrock Duo „Book of Kells“ um 18:00 Uhr in Pohl.

Zu Ehren von Kaiserin Augusta – der Begründerin der Koblenzer Rheinanlagen – präsentiert die Koblenz-Touristik an diesem Tag das „Kaiserin Augusta Fest“. Die Koblenzer Kaiserin-Augusta-Anlagen am Koblenzer Rheinufer inklusive dem Schlossgarten des Kurfürstlichen Schlosses verwandeln sich in eine Flaniermeile und laden die ganze Familie ein, sich an diesem Tag in die Zeit der Kaiserin zurückversetzen zu lassen. Geboten werden Schauspiel und Lesungen in historischen Kostümen, Auftritte regionaler Chöre und Ensembles, Kutschfahrten, Aktionen und Spielangebote für Kinder und Familien sowie Informations- und Gastronomiestände von lokalen Vereinen und Institutionen. Die Veranstaltung ist einer der Höhepunkte im Rahmen der Koblenzer Gartenkultur Saison 2016. Um die Ver- und Entsorgung der Festung Ehrenbreitstein zur Preußenzeit dreht sich alles beim Festungsfest & Craft Beer-Festival.

Information: www.romantischer-rhein.de

Ado Huesgen ist Steillagenretter im Auftrag des Rieslings

Jetzt kann sich auch Adolph Huesgen als Steillagenretter des Rieslings bezeichnen. Der Winzer aus Traben-Trarbach ist jetzt Mitglied im “Klitzekleinen Ring”. Dort haben sich zehn Weingüter aus der Region zusammengefunden, die neben der Liebe zum Weinmachen auch die Kulturlandschaft für spätere Generationen erhalten möchten. Bereits seit zehn Jahren wird mit “Bergrettung” ein Riesling zur Rettung und Pflege der wertvollen Steil- und Steilstlagen an der Mosel gemeinsam gekeltert und vermarktet. Das Weingut Villa Huesgen verfügt über Steillagen im Trabener Würzgarten und Enkirchener Steffensberg. 

Von Holger Bernert

Als Stammsitz des Weingutes gilt die Villa Huesgen als  Paradebeispiel des Art nouveau in Traben-Trarbach. Mit rund einer Million Goldmark Baukosten gehört das herrschaftliche Einfamilienhaus auch zu den teuersten Jugendstilbauten in der Doppelstadt. In der achten Generation möchte Adolph Huesgen das Anwesen mit interessanten Veranstaltungen rund um den Riesling gerne mehr Menschen zugänglich machen. In den beiden letzten Jahren fand im Garten und Keller des Anwesens bereits die “Tafelrunde” statt. Alljährlich laden die Winzer im Frühherbst zu einer öffentlichen Weinverkostung im außergewöhnlichen Ambiente ein.  

Ado Huesgen im Weinkeller der Villa Huesgen.
                                                                                                                                            © (2) Holger Bernert

Der wegen seines markanten Barts „Moselbismarck“ genannte Weinbaron Adolph Huesgen, der Urgroßvater des heutigen Weingutbesitzers, engagierte den Berliner Architekten Prof. Bruno Möhring. Für den Bau der 70-Zimmer-Villa mit hauseigenem Theatersaal legte der Weinhändler damals eine Million Goldmark auf den Tisch.

Die Villa Huesgen ist Stammsitz des gleichnamigen Weinguts in Traben-Trarbach.

Bevor Adolph Huesgen 1949 starb, musste er noch seine Töchter adäquat unter die Haube bringen. „Im eigens zu diesem Zweck im Dachgewölbe der Villa erbauten Theatersaal gab es Aufführungen, zu denen reiche und namhafte Herren eingeladen wurden. „Dies hatte nur einen Zweck“, weiß Urenkel Ado Huesgen. „Er wollte seine vier Töchter, die als Mitgift ein eigenes Weingut mit in die Ehe brachten, möglichst gut verheiraten. Das ist ihm wohl gut gelungen.“

Information: www.villahuesgen.com

Biikebrennen und das Ende des Winters ist nah

Mag das Wetter noch so grauslich sein: Am 21. Februar wird es im Lande der Nordfriesen urgemütlich, denn dann treiben sie alljährlich an ihrer Küste, auf den Inseln und Halligen mit gewaltigen Biikefeuern, mit Essen, Trinken und Tanzen den Winter aus.

Die Biike – so nennen die Sylter das Feuerzeichen auf friesisch – geht bis auf heidnische Zeiten zurück. Vor zweitausend Jahren sollte der Opferbrand den Gott Wotan gnädig stimmen und ihn dazu bewegen, die ungeliebte eisige Jahreszeit zu beenden. Von diesem Ursprung hat sich bis heute hier und da der Brauch erhalten, eine Strohpuppe mit zu verbrennen. Aber die Feuer leuchteten auch nach der Christianisierung weiter über die See: Der 22. Februar wurde zu Ehren des Schutzpatrons der Fischer zum Petritag. Seit dem 17. Jh. war die Biike für die nach langem Winter wieder auslaufenden nordfriesischen Walfänger der Abschiedsgruß von der Heimat. Und weil man vor der lebensgefährlichen Fangsaison alle Rechtsfragen geordnet haben wollte, wurde gleich noch Gerichtstag gehalten.

So richtig Spaß macht das Biikebrennen am Strand.
                                                                         © Kur- und Tourismusservice Pellworm

Beim Biikebrennen, dem ältesten nordfriesischen Brauch, sind die Einheimischen bis heute mit Begeisterung dabei. Mancherorts sammeln die Konfirmanden schon Wochen vorher Holz und Reisig, aber auch in den friesischen Vereinen und in den Küchen geht es rund. Und wenn der riesige Holzstoß dann heruntergebrannt ist, treffen sich die Nordfriesen und ihre Gäste zum deftigen Grünkohlessen mit Kasseler und Schweinebacke, Teepunsch und Grog.

Information: www.nordseetourismus.de

 

Flammendes Brauchtum in der Rotweinmetropole des Ahrtals

Bergfeuer zu Sankt Martin in den Ahrweiler Weinbergen, Martinsmarkt und Fackelwanderungen im Gänsemarsch und  Feuerzauber im Ahrtal. Am Samstag, 14. November, verwandelt sich Ahrweiler in ein flammendes Spektakel. Dieser Tag der Lichter gilt gleichzeitig als Auftakt des weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten und beliebten Ahrtaler Winterprogramm “In Winter veritas”. 

Das feurige Spektakel zum Martinsfest rund um die Rotweinmetropole Ahrweiler bildet alljährlich eine ganz besondere Kulisse in den Weinbergen. Die Ahrweiler Junggesellen pflegen dieses (laut rheinischem Denkmalpflegeamt) “historisch wertvolle” Brauchtum und entzünden an vier markanten Plätzen riesige Schaubilder und Sprüche aus Fackeln.

Die vier Hutengemeinschaften Oberhut, Niederhut, Adenbachhut und Ahrhut wetteifern um das schönste Martinsfeuer und das spektakulärste Schaubild. In wochenlanger Vorarbeit bauen sie die meterhohen Holz-Konstruktionen zusammen. Die Motive und Botschaften entstammen dem historischen oder aktuellen Ahrtaler Stadtleben. Tausendende von einzelnen Fackeln stecken die Junggesellen zu Figuren und Botschaften zusammen, um ihre Schaubilder am Abend des Martinstages mit Einbruch der Dunkelheit von den Weinbergshängen rund um die Stadt brennen zu lassen. Begleitet wird das flammende Schauspiel von einem bunten Festtreiben im historischen Ahrweiler Stadtkern mit großem Martins-Laternenzug der Schulen, Glühwein-Ständen sowie traditionellem Weckmann-Essen.

Demnächst wird das Ahrtal wieder zum flammenden Spektakel.                          © Ahrtal Tourismus

Der Martinsmarkt der regionalen Genüsse vom 6. bis 8. November in Dernau bildet den Auftakt des Winterprogramms im Ahrtal. Unter dem Motto “In Winter veritas” finden von November 2015 bis Februar 2016 zahlreiche Veranstaltungen statt, die die genüsslich-besinnliche Seite dieser Jahreszeit zeigen. Im gemütlichen Umfeld der Pfarrkirche St. Johannes Apostel und der urigen Dernauer Winzerhöfe servieren die Aussteller würzigen Glühwein, kräftige Obst- und Weinbrände und regionale Gerichte. Viele Besucher aus der weiteren Umgebung wissen die einmalige Atmosphäre rund um die Kirche zu schätzen. Der Markt beginnt am Freitagabend um 19 Uhr mit einer Fackelwanderung durch die Weinberge. Am Samstagabend brennen außerdem rund um Dernau fünf Martinsfeuer in den Weinbergen.

Der Weinort Altenahr lädt vom 13. bis 15. November zur Maateljass ein, mit Kräuterwanderung, Orts- und Weinbergführung. Ebenfalls durch die Weinberge geht es im Gänsemarsch bei Fackelwanderung mit Glühweinrast und deftigem Gänse-Essen im Gewölbekeller der Winzergenossenschaft Mayschoß-Altenahr am 13. und 14. November sowie am 28. November rund um das Kloster Marienthal und in der Weinmanufaktur Dagernova. Das komplette “In Winter veritas”-Programm mit allen Veranstaltungen und Arrangements gibt es unter

Einmal im Jahr verwandelt sich die Rotweinmetropole Ahrweiler in ein funkelndes Lichtermeer. Der historische Stadtkern bildet das Zentrum des strahlenden Festivals, bei dem Tradition und Brauchtum groß geschrieben werden. An vier markanten Stellen in den Weinbergen oberhalb der Altstadt von Ahrweiler gehen riesige Schaubilder in Flammen auf.

www.ahrtal.de

 

Nordfrankreichs geheime Kulturschätze – Valenciennes Tempel der Kunst ist wieder offen

Wer im Herbst die Lust auf eine Kunstreise der besonderen Art verspürt, sollte sich unbedingt auf den Weg nach Valenciennes machen. Die Stadt lockt mit einer beeindruckenden Vielfalt an Kunstwerken – Highlights inklusive. Und jetzt: Ab in den Norden.

Das Musée des Beaux-Arts in Valenciennes eröffnet am 24. September 2015 wieder die Pforten. Nach ein jähriger Renovierung, erstrahlt es in neuem Glanz und Konzept. Auf 4.400 m² und mit rund 400 Meisterwerken bietet die Sammlung eine einzigartige Auswahl an großen Namen der Malerei wie Watteau, Sohn der Stadt und Meister der Pinselführung, aber auch Rubens, Brueghel, Jordaens, Van Dyck, Pater und anderen. Friedrich der Große kaufte seinerzeit 19 von Watteaus Gemälden. Diese sind heute im Schloss Charlottenburg in Berlin und im Neuen Palais in Potsdam ausgestellt.

Das wiedereröffnete Musée des Beaux-Arts zeigt sich im alten Glanz.
                                                                                                                                       © Ville de Valenciennes

Die geschickte Anordnung der Gemälde im Musée des Beaux-Arts in Valenciennes erlaubt es auch Laien, den prägenden Einfluss der flämischen Künstler auf die französische Malerei des 17. und beginnenden 18. Jahrhunderts nachzuvollziehen. Das Museum beherbergt Skulpturen des ebenfalls in Valenciennes geborenen Bildhauers Jean-Baptiste Carpeaux. Sein Hauptwerk, „La Danse“, schmückt die Fassade des Erdgeschosses der Pariser Oper. Absolutes Highlight der Neueröffnung ist ohne Zweifel die Sonderausstellung „Italienische Träumereien, Watteau und die französischen Landschaftsmaler des 18.Jahrhunderts“. Italien übte bis zu zum Lebensende eine ungebrochene Faszination auf den Rokoko Künstler, obwohl er dieses Land nie bereiste.

Kunst hat hier Tradition “Les 3 Graces”                                                                                                                                                                                                                         © D. Boukla | Valenciennes Tourisme

Bis 16. Januar 2016 erfreuen sich Kunstliebhaber neben Schäferstücken und Landpartien auch am kürzlich wieder entdeckten Meisterwerk Watteaus, „Der Wasserfall“, das zum allerersten Mal der Öffentlichkeit gezeigt wird. Dank dafür gebührt dem großen Watteau-Kenner, Martin Eidelberg, der die Idee zu dieser großartigen Ausstellung hatte. Der Architektin, Loretta Gaïs, gelang mit der Neugestaltung der Ausstellungsräume eindeutig der meisterhafte Balanceakt, die Eleganz der ursprünglichen Architektur mit einer puren, modernen Gestaltung zu verbinden und so die Meisterwerke perfekt zur Geltung zu bringen.

www.valenciennes.fr

 

Wiens unbekannte Orte erzählen Geschichten

Wiens Geschichte hat beeindruckende Spuren hinterlassen. Berühmte Monumente und weniger bedeutsame, die in Vergessenheit gerieten. Doch viele von ihnen existieren immer noch. Versteckt an den schönsten Ecken scheint die Zeit in ihnen stillzustehen. Das ideale Ziel für Entdecker, Abenteurer und Romantiker, die einen Abstecher in die Vergangenheit wagen.

Der Cobenzl bietet einen schönen Blick auf Wien und beheimatet das sagenhafte Agnesbründl.                                                                                                                                                                        © (2) Wien Tourismus

Hoch über der Stadt liegt das sagenhafte Agnesbründl. Es heißt, der Brunnen sei nach der Tochter einer Waldfee benannt und Menschen könnten nach dem Trinken aus der Quelle die Lottozahlen vorhersagen. Ein  Besuch lässt sich mit einer Wanderung auf Wiens höchste Erhebung, den Hermannskogel, verbinden. Weniger sagenhaft, dafür wildromantisch und abenteuerlich geht es im 14. Bezirk zu: Im Dehnepark versteckt sich die Ruinenvilla. Der ehemalige Landsitz der Fürstin Antonie von Paar ist seit 1973 öffentlich zugänglich. In der Umgebung der Villa entdeckt man mit Glück seltene Rotwangen-Schmuckschildkröten. Ein Waldspielplatz, Picknickwiesen, ein Trinkbrunnen und ein Waldpavillon dienen Besuchern als Erholungsort. Auch der Währinger Park im 18. Bezirk hält eine Überraschung bereit: Dieser war bis 1923 ein Friedhof und letzte Ruhestätte für Persönlichkeiten wie Friedrich von Gentz oder Clemens Wenzel Metternich. Man bezeichnete ihn deshalb auch als „Nobelfriedhof“. Ein Hain mit 58 kulturgeschichtlichen Grabsteinen erzählt Geschichten aus der Vergangenheit. Der Park verfügt zudem über eine Skateanlage und grenzt an ein Kinderfreibad. Ein weiterer Friedhof mit eindrucksvoller Geschichten ist der Jüdische Friedhof im 9. Bezirk. Hier wurden jüngst bis zu 500 Jahre alte Grabsteine entdeckt. Die Steine konnten ihrem ursprünglichen Bestimmungsort zugeordnet werden und machen die historische Grabstätte damit zum weltweit einzigen jüdischen Friedhof im Originalzustand vor dem Zweiten Weltkrieg. Auf dem Friedhof, der heute von der Israelitischen Kultusgemeinde verwaltet wird, können derzeit rund 350 erhaltene Grabdenkmäler besichtigt werden

Biedermeier-Idyll im Amerlingbeisl am Spittelberg.

Doch auch im Herzen Wiens kann man seinen Entdeckerdrang ausleben und gleichzeitig entspannen. Hinter vielen Fassaden der Bürgerhäuser und Palais verbergen sich Innenhöfe und Gasthäuser mit historischem Charme. An der Singerstraße 7 befindet sich zu Beispiel das Deutschordenshaus mit zwei Innenhöfen und Fassaden im Stil des 17. Jahrhunderts. In der Bräunerstraße 3 steht das Geburtshaus des Wiener Schauspielers, Dramatikers und Satirikers Johann Nepomuk Nestroy. Den eleganten Pawlatschenhof zieren schmiedeeiserne Gitter, Wandbrunnen und Hängepflanzen. Besonders kunstvolle Schmiedeeisen-Arbeiten kann man im Arkadenhof eines Renaissance-Wohnhauses in der Bäckerstraße 7 bewundern. Sie stammen aus dem 16. Jahrhundert und gehörten zur Sammlung des Biedermeiermalers Friedrich Amerling. Im Schlossquadrat wiederum versteckt sich der Gastgarten des Silberwirt. Der Gebäudekomplex stammt aus der Biedermeier-Zeit und umfasst ein Labyrinth aus kleinen Innenhöfen. Auch das Amerlingbeisl am Spittelberg bietet ein sehenswertes Biedermeier-Idyll: Im Innenhof sitzt man umgeben von alten Laubengängen, sogenannten Pawlatschen, und unter einem dichten Dach aus Efeu. Eine Augenweide ist auch der Garten von Schreiners Gastwirtschaft mit seinem historischen Salettl und einer naturbelassenen Blumenwiese, wo im Frühjahr die Margeriten blühen.

 www.wien.info

Auf das Leben – Kulturwoche zum jüdisches Leben in den fränkischen Städten

Das jüdische Leben in ihrer Region stellen 14 fränkische Städte erstmals in den Vordergrund ihrer Reiseangebote. Einen Anlass, sich verstärkt mit Geschichte und Traditionen des Judentums in Franken zu beschäftigen, bietet der 800. Geburtstag des Rabbi Meir ben Baruch, der in Rothenburg o.d.T. lebte. Diesem Ereignis widmet sich vom 18. bis 25. Oktober 2015 die 5. Jüdische Kulturwoche „Le Chaijm“. Dies bedeutet übersetzt „Auf das Leben!“ und soll die Lebenslust und Fröhlichkeit der jüdischen Religion symbolisieren.

Museen in Bamberg und Würzburg beleuchten mit neuen Ausstellungen unterschiedliche Aspekte der Religionsgemeinschaft. Tiefe Einblicke gibt in Fürth das „Jüdische Museum Franken“, zu dem ein Ritualbad im Keller und eine historische Laubhütte im Dachgeschoss gehören. Bayreuth saniert seine Barock-Synagoge und baut ein jüdisches Kultur- und Glaubenszentrum mit Museumsräumen, koscherem Café und einer Talmud-Thoraschule.

Das Jüdische Museum in Fürth.
                                                                                           © (3) Franken Tourismus

Die fränkischen Städte waren lange ein Zentrum jüdischer Kultur. Fast 1.000 Jahre Geschichte haben große Gelehrte hervorgebracht und etliche Synagogen entstehen lassen. Davon zeugen historische Gebäude, Erinnerungstafeln und Mahnmale – auch in Ansbach, Aschaffenburg, Bayreuth, Coburg und Nürnberg. Im Raum Dinkelsbühl gibt es sogar einen speziellen fränkisch-jüdischen Dialekt „Lachoudisch“, der heute noch gesprochen wird. 

Rothenburg ob der Tauber, aufgrund seiner Lage oberhalb des Taubertals auch als „Fränkisches Jerusalem“ bezeichnet, erlebte in der Mitte des 13. Jahrhunderts eine Hochblüte jüdischer Kultur durch das Wirken des weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannten Talmud-Gelehrten Rabbi Meir ben Baruch. Nach seinen Studien in Würzburg, Mainz und Paris lebte Meir mehr als 40 Jahre in Rothenburg o.d.T., wo er eine jüdische Hochschule gründete, die Schüler aus ganz Europa anzog. Der Rabbi wurde zu einer der wichtigsten Autoritäten in jüdischen Rechtsfragen. Seinem 800. Geburtstag in diesem Jahr widmet sich die 5. Jüdische Kulturwoche „Le Chaijm“ vom 18. bis 25. Oktober. Der Titel „Le Chajim“ bedeutet übersetzt „Auf das Leben!“ und steht für die Lebenslust und Fröhlichkeit der jüdischen Religion. Es werden Filme, Diskussionen, Vorträge, musikalische Beiträge und Führungen angeboten, die sich um das Thema Judentum drehen und sich mit seiner Geschichte auseinandersetzen. An Meir ben Baruch erinnert auch das Rabbi-Meir-Gärtchen, in dessen Mauern jüdische Grabsteine aus der Zeit des Gelehrten eingelassen sind.

Rothenburg wurde auch als “Fränkisches Jerusalem” bezeichnet.

Das Leben der Bamberger Juden seit dem Mittelalter beleuchtet die neue Dauerausstellung „Jüdisches in Bamberg“ im Historischen Museum. Mit einem modernen Ansatz zeigt die Schau Spuren auf, die die in der Stadt lebenden Juden hinterlassen haben. Für die Ausstellung wurden historische Quellen und Objekte sowie private Erinnerungsstücke zusammengetragen. Über den historischen Ausstellungsteil hinausgehend ist die jüngste Geschichte jüdischen Lebens in Bamberg seit der Nachkriegszeit dargestellt. „900 Jahre Juden in Unterfranken“ veranschaulichen die Ausstellungen des Würzburger Johanna-Stahl-Zentrums – mal in der Gesamtschau, mal in Einzelthemen. Im Jahr 2015 zeigt eine Kabinettausstellung am Beispiel der Familie Seligsberger 150 Jahre jüdische Geschichte – von der Gründung eines bedeutenden Möbel- und Antiquitätengeschäfts bis hin zur Vertreibung und Ermordung eines Teils der Familie.

Verschiedenen Aspekten jüdischer Kultur widmen sich auch Museen und Ausstellungen in Aschaffenburg, Bayreuth, Dinkelsbühl, Nürnberg und Rothenburg o.d.T. Besonders tiefe Einblicke gibt das „Jüdische Museum Franken“ in Fürth. Errichtet in einem Wohnhaus des 17. Jahrhunderts erklärt es den jüdischen Alltag. Mit einem Kombiticket kann der Besuch des Museums mit der Stadtführung „Fürth – Zentrum jüdischen Lebens“ verbunden werden. Weitere Führungen haben bekannte jüdische Fürther wie Henry Kissinger oder Leopold Ullstein zum Thema.

Nächtliche Impressionen aus Bamberg.

Bayreuth saniert derzeit seine seit 1760 bestehende Barock-Synagoge, die älteste religiös genutzte ihrer Art in Deutschland. Bereits seit dem Jahr 2013 fertiggestellt und eingeweiht ist die neue Mikwe, das rituelle Tauchbad. Sie wird von einem artesischen Brunnen (Bohrung ins Grundwasser) gespeist und ist laut dem Londoner Spezialisten Rabbi Meir Posen die „reinste Mikwe Europas“. Gegenüber der Synagoge entsteht ein jüdisches Kultur- und Glaubenszentrum mit Museumsräumen, Archiv und Bibliothek, koscherem Café, Räumen für die jüdische Gemeinde und einer Talmud-Thoraschule, wie es sie in Bayreuth schon im 14. Jahrhundert gab. Dort wird auch die, bei ersten Renovierungsarbeiten im Jahr 2010, im Dachstuhl der Synagoge entdeckte Genisa, ein Hohlraum zur Aufbewahrung nicht mehr genutzter liturgischer Schriften, zu betrachten sein. Zum jüdischen Friedhof der Stadt gehört darüber hinaus ein bemerkenswertes Jugendstil-Taharahaus, in dem die Leichenwaschungen durchgeführt wurden.

In Schopfloch bei Dinkelsbühl lässt sich ein bis heute lebendiges Überbleibsel jüdischen Alltags hören. Viele der dort ansässigen Juden waren Viehhändler und nutzten das aus dem Jiddischen entstandene „Lachoudisch“, eine Art geheimer Geschäftssprache – eine Mischung aus fränkischem Dialekt und Jiddisch. Diese Sprache übernahmen auch christliche Dorfbewohner, um fremde Zuhörer auszuschließen. Noch heute wird sie von manchen genutzt.

Information: www.die-fraenkischen-staedte.de

 

Radeln und R(h)einhören” am Romantischen Rhein

Spannende, hintergründige und sagenhafte Geschichten radelnd erfahren. „Drachenfelsblick“, „Natur und bunte Städtchen“ oder „Wasser und Wein“ heißen neue Audiotouren die zu Radtouren am Romantischen Rhein einladen. Insgesamt sieben Routen mit 42 Audiobeträgen geben besondere Einblicke in die berühmte Landschaft zwischen Mäuseturm und Rolandsbogen. Menschen aus der Region erzählen von der einzigartigen Kulturlandschaft, der geschichtsträchtigen Vergangenheit, den Mythen und dem Leben mit und am größten deutschen Strom.

Im Rahmen eines vierjährigen Projektes, wurde der Rheinradweg von der Quelle bis zur Mündung europaweit herausgeputzt. Er wurde als erster Fernradweg mit einem neuen europäischen Zertifikat ausgezeichnet. In leicht veränderter Form arbeiten die Projektpartner aus Deutschland, Frankreich, der Schweiz und den Niederlanden auch künftig zusammen.

Einheitliche Beschilderung, europäische Zertifizierung, länderübergreifende Webseite, Veranstaltungsreihe, Servicehandbuch und neue buchbare Angebote: Das Ergebnis ist ein touristisches Qualitätsprodukt von der Quelle des Flusses in den Alpen bis zu seiner Mündung in der holländischen Nordsee.

Der Rhein-Radweg bei Brey.                                                                                                                                                                                                                                                                       © Romantischer Rhein

Die Radtouren sind mit Längen zwischen 16 und 46 Kilometern für alle Altersgruppen konzipiert. Sie verlaufen vollkommen ebenerdig auf dem Rhein-Radweg. Die Audiobeiträge können per Klick als MP3 auf das Handy geladen werden oder vor Ort mittels QR-Code im Flyer oder auf den Schildern am Radweg eingescannt werden. Der Flyer kann als PDF heruntergeladen oder bestellt werden (siehe Information).

Information: www.romantischer-rhein.de

 

Röhrende Hirsche, echter van Gogh und weiße Fahrräder

Der niederländische Nationalpark De Hoge Veluwe ist wohl weltweit einzigartig. Denn er vereint mit dem mitten im Park gelegenen Kröller-Müller Museum auf besondere Weise Kultur und Natur. Der Nationalpark ist auch heute noch das, was seine Gründer Anton und Helene Kröller-Müller vor fast 100 Jahren vor Augen hatten: sie wollten Kunst und Kultur „zum Nutzen der Allgemeinheit“ zusammenführen. Wer während seiner Radtour auf einem der gratis bereitgestellten weißen Fahrräder das majestätische Bildhauerwerk Generaal de Wet des Künstlers Mendes da Costa auftauchen sieht, inmitten der Grassteppen, versteht genau, was die Kröllers meinten.

De Hoge Veluwe ist, gemeinsam mit dem Kröller-Müller Museum, der Nachlass von Anton und Helene Kröller-Müller, eines der beeindruckendsten Ehepaare in der niederländischen Geschichte. Anton war Besitzer von WM Müller & Co. –  Ein Stahlunternehmen, das er von dem Vater seiner Ehefrau, der deutschen Helene Müller übernommen hatte.

Das Jagdhaus Hubertus in der Abenddämmerung.
                                                                                                                                                     © Robbert Maas

Auf einem weißen Fahrrad, zu Fuß, auf dem Pferd oder mit dem Auto erkunden Besucher des Parks die typischen alt-niederländischen Landschaften und kommen am Jagdhaus Hubertus vorbei, dem ehemaligen Landsitz des Ehepaares. Dieses „Gesamtkunstwerk“ wurde von dem berühmten Architekten H.P. Berlage erbaut, der unter anderem die Amsterdamer Börse und das Gemeentemuseum in Den Haag entwarf.

Der röhrende Hirsch gehört im Veluwe-Park einfach dazu.
                                                                                                                 © NBTC

Das Jagdhaus steht den Besuchern täglich im Rahmen verschiedener Führungen zur Besichtigung offen. Besucher des Parks sollten einen Besuch in dem mitten im Park gelegenen Kröller-Mülller Museums nicht missen. Das Museum zeigt eine eindrucksvolle Kollektion von Kunstwerken Vincent van Goghs und wird von einem weltberühmten Skulpturengarten umgeben. Der Großteil der Sammlung wurde von Helene Kröller Müllerzusammengeführt.

Für die Erkundung des Geländes stehen kostenlose Räder zur Verfügung.
                                                                                                    © De Hoge Veluwe

Täglich werden organisierte Aktivitäten, wie Museumsführungen, Exkursionen, Workshops und verschiedene Veranstaltungen angeboten. Besucher können den rund 5.500 Hektar großen Naturpark natürlich auch auf eigene Faust erkunden. Der Park bietet das ganze Jahr über die Gelegenheit für einen Tagesausflug, den sich Besucher frei gestalten können.   Der Park liegt zentral in Holland. Ein Besuch kann demnach sehr gut als Tagesausflug geplant werden. Ebenso lässt sich der Parkbesuch hervorragend an einen Städtetrip in die angrenzenden Städte, wie Arnheim, Nimwegen oder Deventer knüpfen. Im Park selbst gibt es einige „gezellige“ Einkehrmöglichkeiten und rund herum finden sich zahlreiche Unterkünfte.

Information: www.hogeveluwe.nl/de

Nicht nur für Freunde des gepflegten Bieres: Hopfenzupfen in der Hallertau

 Jahrhunderte alte Heilwirkung des Hopfens als Wellness-Idee: Urlauber entdecken in Bad Gögging die Welt des „Grünen Goldes“ auf einer Genuss-Reise durch die Heimat des Bieres – auch bei einem gesund-erholsamen Hopfenbad.

Nirgends ist Gesundheit uriger, „bayerischer und gleichzeitig gemütlicher als in der Hallertau. Sagen jedenfalls die Hallertauer. Dort, im Osten Bayerns, liegt das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt und von hier stammen das Reinheitsgebot, der Erfinder des Pils und die Bier-Weltmeister des „World Beer Cups“. Rund 160 Brauereien und über 1.000 Biersorten eröffnen Freunden des goldgelben Gerstensafts eine einzigartige Biergenusswelt. Aber nicht nur zum Trinken. Der Traditions-Kurort Bad Gögging in Niederbayern lockt seine Besucher mit einem ganz besonderen Angebot: Im Herzen von Europas Bierregion Nummer 1 können Gäste den traditionsreichen Gerstensaft besonders ursprünglich und vielfältig genießen. Der Urlaubsort, rund eine Autostunde nördlich von München gelegen, begeistert mit seiner ganz eigenen Bier- und Hopfenwelt – „Hopfen-Wellness“, Hopfenzupfen und ein gesund-erholsames Hopfenbad inklusive.

Im Herzen von Europas Bierregion Nummer 1 können Gäste den traditionsreichen Gerstensaft besonders ursprünglich und vielfältig genießen.
                                                                                                 Quelle (2): Tourist-Information Bad Gögging

Im Bier sorgt der Hopfen für das leicht bittere Aroma und erhöht die Haltbarkeit. Zunehmend wurde in den letzten Jahren aber auch die seit dem Mittelalter bekannte wohltuende Wirkung für das Wohlbefinden wiederentdeckt. Auch für die Gesundheit sind die Blüten der bis zu sieben Meter hohen Pflanzen ein Gewinn: „Hopfen wirkt durch seine Bitter- und Gerbstoffe beruhigend und verbessert den Schlaf“, sagt Astrid Rundler, Tourismus-Managerin in Bad Gögging. Diesen Effekt haben sich innovative Anbieter in Bad Gögging nun zunutze gemacht. Hopfenöl- und Hopfenseifenschaum-Massagen, Hopfenbäder sowie Hopfencremepackungen lassen Besucher nicht nur im „siebten Wellness-Himmel“ schweben, sie helfen vielen Gästen auch, eine neue Balance für den Alltag zu finden.

Mit einer Pflanzfläche von rund 15.000 Hektar – etwa die Größe des Fürstentums Liechtenstein – ist die Hallertau mit Abstand das größte zusammenhängende Anbaugebiet der Welt. Rund 30.000 Tonnen des „Grünen Goldes“ werden pro Jahr in der Hallertau geerntet – das entspricht 85 Prozent der gesamten deutschen Produktion und rund einem Drittel der gesamten Hopfenernte auf der Welt. „Die rund 1.200 Betriebe exportieren ihre Premium-Produkte vom kraftvollen Hochalphahopfen bis zu den feinsten Aromahopfen heute in über 100 Länder“, sagt Josef Wittmann, der Vorsitzende des Hopfenpflanzerverbandes Hallertau. In diesem Jahr ist die Hallertau auch Gastgeber des „Weltkongresses“ der Hopfen-Regionen. Rund 200 Vertreter der bedeutendsten Anbaugebiete rund um den Globus werden am 27. Juli in Bad Gögging erwartet.

Bad Gögging, dessen heilsame Schwefelquellen die Römer bereits vor 2.000 Jahren entdeckten, liegt idyllisch eingebettet zwischen Donauauen und den unendlichen Hopfengärten. Groß geworden ist der Ort durch das in dieser Form einzigartige natürliche Vorkommen der drei Heilmittel Thermalwasser, Schwefel und Moor. Seit einigen Jahren entwickelt sich in dem Traditionskurort mit jährlich rund einer halben Million Gästeübernachtungen und mehreren Vier-Sterne-Hotels der Hopfen zu Bad Göggings „viertem natürlichen Heilmittel“. Er findet zum Beispiel bei nervöser Unruhe oder Schlafstörungen Anwendung.

Hopfen mit allen Sinnen genießen.

In und um Bad Gögging lässt sich das „Grüne Gold“ heute mit allen Sinnen erleben. Hopfen-Erlebnisführungen eröffnen Urlaubern die Geheimnisse der traditionsreichen Hanfpflanze. Auf den Höfen können Gäste bei den Hallertauer Hopfenwochen Ende August selbst bei der Ernte mithelfen und sich nach der Arbeit mit einer Bierprobe belohnen. Hopfenbotschafterinnen lassen die Geschichte lebendig werden. Spaziergänge und Radtouren entlang der beeindruckenden Hopfengärten mit ihren sieben Meter hohen Stangen garantieren eine einzigartige Urlaubserfahrung. Im Deutschen Hopfenmuseum in Wolnzach können Besucher sich zudem auf die Spuren der mehr als 1.200 Jahre alten Geschichte des Hopfens und des Biers in der Hallertau begeben.

Wer noch mehr über den Aromahopfen und seine Geschichte erfahren möchte, sollte das Deutsche Hopfenmuseum besuchen.
                                                                                                                    Quelle: Deutsches Hopfenmuseum

Abgerundet wird die Genuss-Reise in die Heimat des Bieres durch einen Besuch in einer der vielen einzigartigen Erlebnis-Brauereien rund um Bad Gögging. Das nur zehn Autominuten entfernte Kloster Weltenburg ist die älteste Klosterbrauerei der Welt. In der Klosterwirtschaft und im schattigen Biergarten wird die Historie von fast einem Jahrtausend höchster Braukunst lebendig. Auch die älteste Weißbier-Brauerei Bayerns, Schneider Weiße in Kelheim, erlaubt Besuchern regelmäßig einen Blick in die Manufaktur.

In Abensberg, ebenfalls in direkter Nachbarschaft gelegen, lockt ein besonderes Architektur-Kuriosum jedes Jahr rund eine halbe Million Besucher an: Kuchlbauer‘s Bierwelt mit einem knapp 40 Meter hohen, farbenfrohen Turm, entstanden nach den Plänen des berühmten österreichischen Künstlers Friedensreich Hundertwasser und erbaut vom Besitzer einer Abensberger Brauerei.

Michael Krieger setzt auf Vollwertbier mit Charakter aus gesunder Braugeste.
                                                                                                                         Quelle: Riedenburger Brauhaus

Die Riedenburger Brauerei begeistert mit ihrer vielfach prämierten ökologischen Bierwelt und besonders kunstfertig gebrauten bayerischen „Craftbieren“. Aus der Brauerei stammt auch die Bayerische Bierkönigin des Jahres 2013/2014. Besonders beliebt bei Gästen ist neben den vielen Festen im Sommer und den gemütlichen Gaststuben in Bad Gögging selbst auch der Biergarten an der Fähre in Eining, wo Besucher im Sommer bei einem dunklen Radler den Panorama-Ausblick auf die Donau genießen.

Information: www.bad-goegging.de